Die Osteoporose ist eine Knochen-Erkrankung, in deren Verlauf der Abbau von Knochenmasse und Knochendichte übermäßig schnell voranschreitet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Osteoporose deshalb als „Knochenschwund“ bezeichnet. Als Folge der Erkrankung kommt es bei den Betroffenen im Durchschnitt deutlich öfter zu Knochenbrüchen als bei Gleichaltrigen ohne Osteoporose. Was aber sind die Ursachen dieser Knochen-Erkrankung?
Für die Beantwortung dieser Frage ist es zunächst wichtig, zwischen der primären und der sekundären Osteoporose zu unterscheiden. Die primäre Osteoporose ist die häufigste Erkrankung der Knochen im höheren Lebensalter und betrifft vor allem Frauen nach der Menopause. Es handelt sich um eine eigenständige Erkrankung, das heißt, sie tritt nicht als Folge einer anderen Erkrankung auf. Zu den Risikofaktoren für die Entstehung und das zügige Fortschreiten einer primären Osteoporose gehören eine vererbte Veranlagung, eine kalziumarme Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel.
Die sekundäre Osteoporose, also die Osteoporose als Folgeerkrankung einer anderen Krankheit, tritt im Vergleich dazu deutlich seltener auf. Doch daraus und durch die dominante Stellung der Ausgangserkrankung ergibt sich die Gefahr, dass diese Form der Knochenerkrankung nicht erkannt oder erst sehr spät diagnostiziert wird.
Mögliche Ursachen der sekundären Osteoporose
Die Ursachen einer sekundären Osteoporose sind vielfältig. Zu den möglichen Ausgangserkrankungen gehören beispielsweise hormonell bedingte Störungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion, aber auch Tumorerkrankungen des Knochensystems können für den beschleunigten „Knochenschwund“ verantwortlich sein. Auch Diabetes mellitus ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor, insbesondere dabei der Typ-1-Diabetes: Vor allem bei Typ-1-Diabetikerinnen ist durchschnittlich eine auffällig geringere Knochendichte nachweisbar als bei Frauen ohne Diabetes. Als Ursache vermutet die Forschung die Wirkung des Hormons Insulin, das auch die Knochenbildung anregt. (Beim Typ-1-Diabetes liegt ein Insulinmangel vor, der durch eine Insulin-Therapie behandelt werden muss.)
Unser Fazit: Weil sich der Typ-1-Diabetes und andere Diabetes-Formen auf die Knochendichte auswirken können, ist eine regelmäßige Messung der Knochendichte bei Diabetes-Betroffenen generell sinnvoll. Mehr Informationen zum Thema Osteoporose geben wir Ihnen gerne in unserer Praxis.
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